Nachrichten aus Carlsfeld

Das Bandonion lebt - die Broschüre

Beschäftigt man sich mit der Geschichte von Carlsfeld,

wird einem schnell bewusst, welch große Bedeutung dabei einem Musikinstrument – dem Bandonion –
zukam und wie es in vielerlei Hinsicht die geschichtliche Entwicklung des Ortes beeinflusst hatte. Eben dieses Interesse für die Chronik meines Heimatortes, bewog mich vor fast 30 Jahren, dem Bandonion zu neuer Wertschätzung zu verhelfen. Denn es war recht ruhig geworden um das „Ziehkästel“, Tradition und Geschichte drohten in Vergessenheit zu geraten.  Und es war klar – soweit sollte es nicht kommen.

Der 1992 gegründete Fremdenverkehrsverein, in dem ich mich rege engagierte, hatte das Ziel, das Tourismusgeschäft wiederzubeleben, Veranstaltungen für Gäste und Einwohner  zu organisieren, aber auch die alten Traditionen aufleben zu lassen und zu pflegen. Aus dem gemeinsamen Bestreben,  Besuchern des Ortes etwas Besonderes bieten zu können und den zahlreichen Fans des Bandonions zu ermöglichen, die Wiege ihres Lieblingsinstrumentes kennen zu lernen, wurde die Idee eines Bandoniontreffens geboren.

Bereits ein Jahr später konnte das Bandonion nach seinem fast 30-jährigen Dornröschenschlaf sein Comeback im Ort feiern.

Siegfried Jugel (Mitglied im Chemnitzer Konzertinaorchester) war nach der erfolgreichen Durchführung des 1. Bandoniontreffens vom 09.–10.10.1993 in Carlsfeld mit mir einer Meinung – Das Bandonion lebt!

Und so sollte es bleiben. Dies ist nun 25 Jahre her. Beflügelt durch den Erfolg und die positive Resonanz organisiert unser Fremdenverkehrsverein Carlsfeld e.V. seitdem jährlich im Oktober ein Musikfestival für die Musiker und Freunde des Bandonions.

Meine Broschüre versucht, einen Rückblick auf die 25-jährige Geschichte des Carlsfelder Bandonionfestivals zu ermöglichen. Aber auch die dadurch entstandenen Freundschaften und Begegnungen von Bandonionfreunden aus aller Welt, kleine Anekdoten am Rande sowie Wissenswertes über die Solisten und Orchester des Festivals und nicht zuletzt die wechselvolle Geschichte des Bandonions in Carlsfeld sollen erwähnt werden.

Martina Zapf

Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereins Carlsfeld e.V.

Die Broschüre gibt es zum Preis von 7,50€ in der Touristinformation Carlsfeld Bestellung unter: Tel:037752/2000  oder E-Mail: info@carlsfeld.com

Rekordbeteiligung bei unseren Fackelwanderungen

 

Überaus beliebt und in der Wintersaison des Ortes nicht mehr weg zu denken sind unsere geführten Fackelwanderungen. Seit 2001 bieten wir Fackelwanderungen durch unseren Winterwald über die Staumauer unserer Talsperre bis zur Blockhütte am Teichhäusel an. Es ist eine gemütliche Tour von 2,5 km für die gesamte Familie. Ob Groß ,ob Klein jeder schafft diese Wanderung, die der   Fremdenverkehrsverein Carlsfeld e.V. in der Wintersaison von Dezember bis Ende Februar organisiert und durchführt.

Bei herrlichen Winterwetter kann man hier mal so richtig durchatmen und die Seele baumeln lassen, denn die Landschaft in dieser Jahreszeit ist in Carlsfeld besonders schön. Im Fackelschein und lautlos fallenden Schneeflocken geht es gemütlich bergauf. Unser Wanderführer Hubert erzählt den Teilnehmern viel Wissenswertes über Flora und Fauna aber auch  manchmal eine alte Schnorke über die Carlsfelder. Auf der Staumauer der Talsperre weht oft ein eisiger Wind und so manche Fackel geht aus. Dann geht es wieder bergab und nach 10min sieht man schon die Lichter von der Blockhütte und den hellen Schein vom Lagerfeuer durch die verschneiten riesigen Fichten flackern.

An manchen Tagen werden die Wanderfreunde mit Musik begrüßt. Unten im Tal haben die Vereinsmitglieder des Fremdenverkehrsvereins Carlsfeld für die Wanderer alles vorbereitet. Der Glühwein und Tee ist heiß, die Würstchen sind auch fertig und wer friert kann sich in der Blockhütte oder am Lagerfeuer aufwärmen.

Immer am 28.12. gibt es als besonderen Höhepunkt, zünftige Blasmusik von unserer Feuerwehrkapelle. Aber auch in den Winterferien spielt der Weck Paul mit seiner Gitarre oder der Andreas Riedel mit seiner Konzertina für die vielen Gäste zu musikalischen Unterhaltung auf.

Die Wanderfreunde kommen aus ganz Sachsen und für viele Winterurlauber ist die Teilnahme schon zu einer Tradition geworden.

In dieser Saison hatten wir ca. 1300 Wanderer dabei. Das war bis jetzt Rekordbeteiligung. Wir hatten aber auch viel Glück mit dem Wetter und haben durch die Einbindung unserer Fackelwanderung in die Winterwanderwochen Erzgebirge eine gute Werbung über den Tourismusverband Erzgebirge erhalten.

Es haben wieder 12 Vereinsmitglieder 10 Wochen lang, bei Wind und Wetter, diese Wanderungen organisiert und durchgeführt. Ihnen allen und den vielen Teilnehmern aus Nah und Fern, die jedes Jahr mit uns wandern ein herzliches Dankeschön!

 

 

Wild West im Erzgebirge“ hieß es am Sonnabend Nachmittag in Carlsfeld:

Im westerzgebirgischen Wintersportmekka ging die bereits 45. „Schneeschuh-Fosend“ über die Bühne. Bei der beliebten Skigaudi standen diesmal Cowboys, Indianer und Old-Amerika im Mittelpunkt. Mit 130 Narren erlebte der Hirschkopf-Hang den bisher größten Aufmarsch dieser lustigen Art. Sie kamen aus Carlsfeld selbst, aber auch aus Johanngeorgenstadt, Ehrenfriedersdorf, Morgenröthe-Rautenkranz, Pobershau und sogar Zwickau. Die letztlich 25 verschiedenen lebendigen Bilder hielten die 2500 Zuschauer anderthalb Stunden in Atem - auch dies ist neuer Rekord in der Carlsfelde Skifaschings-Geschichte. Ihre „Fährten“ im Schnee hinterließen das legendäre Duo Winnetou & Old Shatterhand, die furchteinflößenden „Banditos“ aber auch luftig bekleidete Salon Girls. Häuptling Hack, der Fruchtlose, gab sich mit seiner Squaw Lucia, der liebevolle Pfirsich, die Ehre. Bekannt ist der seit 1973 durchgeführte Skifasching in Carlsfeld auch für seine funktionsfähigen Riesengefährte auf Kufen. So schlitterten diesmal eine Postkutsche und sogar eine komplette Eisenbahn die Piste herab. Jene "Central Pacific Railroad“ hatte den legendären US-Präsidenten Abraham Lincoln im Schlepptau. (Text und Bilder Eberhard Mädler)

Carlsfeld hat die sauberste Luft

Die Freie Presse meldet in ihrer Ausgabe vom 22.12.2017

"Wer in Sachsen die sauberste Luft einatmen möchte, der muss in den Eibenstocker Ortsteil Carlsfeld kommen. Laut einer Antwort des sächsischen Umweltministeriums auf eine Anfrage des CDU-Bundestagsabgeordneten Alexander Krauß sei dort die Feinstaubbelastung am geringsten. Der Jahresmittelwert liege bei neun Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Die hohe Luftqualität im Erzgebirge könne für das Werben um Touristen stärker genutzt werden, meint Krauß. (tjm)"

Weitere Information hierzu.