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Evangelisch-Lutherische Trinitatiskirche Carlsfeld
... zur Vorgeschichte:
Der Kurfürst Johann Georg II übertrug 1679
dem Schneeberger Berg- und Hammerherrn Veit Hans Schnorr (seit 1687
"Schnorr von Carolsfeld") ein Waldgebiet im oberen Erzgebirge
zur Errichtung eines Eisen- bzw. Hammerwerkes, welches dem Wunsche
Schnorr´s entsprechend den Namen "Carolsfeld" erhielt.
Schnorr wählte den Namen zur Erinnerung an den Landjägermeister
Carol von Carlowitz, welcher sich als erster um die Erbauung des
neuen Werkes bemühte.
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Um als Unternehmer auch für das geistige und
seelische Wohl seiner Angestellten zu sorgen, stiftete Veit Hans
Schnorr von Carolsfeld die Trinitatis-kirche und ein dazugehöriges
Pfarrlehen.
Erbaut wurde die Kirche 1684 bis 1688 im Barockstil,
nach Entwürfen von Wolf Caspar von Klengel, was anhand vieler
Ähnlichkeiten der ebenfalls von ihm errichteten Kapelle des
Moritzburger Schlosses abzulesen ist.
Als Vorbild für diesen Zentralbau diente ihm die italienische
Baukunst mit ihrer Klarheit, in der das überkuppelte Quadrat
bzw. Oktogon häufig anzutreffen ist. Mit der Bauausführung
waren wahrscheinlich die Ratsbaumeister Christoph Schwartze und
der Schneeberger Zimmermeister Johann Georg Roth beauftragt.
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Die Trinitatiskirche ist der älteste
Zentralbau in Sachsen und damit Vorbild für andere Zentralbaukirchen
wie die Frauenkirche zu Dresden und die Kirchen von Forchheim, Schmiedeberg,
Klingen-thal und Seiffen.
Wahrscheinlich ist ebenfalls, dass George Bahr, Erbauer der Dresdner
Frauen-kirche, als junger Zimmergeselle an dieser Kirche mitgearbeitet
hat.
Der Altar ist das wertvollste Stück unserer Kirche.
Die Holzschnitzarbeiten stammen von einem unbekannten Meister.
Die Kanzel und die Orgelempore schuf der Schneeberger Bildhauer Johann
Heinrich Böhme - der Jüngere.
In die Predella des Altaraufsatzes sind die Bilder des Stifters und
die seiner seiner Gattin eingearbeitet.
Sie sind durch hölzerne Schieber verdeckt und werden einmal im
Jahr zur Kirmes geöffnet. |

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Mehrere bunte Farbanstriche hatten
im Laufe der Zeit den ursprünglichen Zustand - rohes Holz
- verdorben.
Heute sind die Figuren und schmücken-den Holzteile der Kirche
seit der Renovierung von 1958 auf Kreidegrund handpoliert und
wieder in den Barock-farben weiß, gold und zartblau gefasst.
Mittelpunkt des Altars ist der gekreuzigte Christus. Um ihn gruppieren
sich ganz vorn links die Mutter Maria mit dem Tuch am Gesicht
und rechts der Jünger Johannes mit langem Haar und weitem
Gewand (nach Johannes 19,26 ff.).
Dahinter sind die Glaubenszeugen des alten Testamentes zu sehen:
Mose (ganz links) und der Prophet Elia (ganz rechts).
Weiter innen knien zwei Engel in Anbetung des Herrn.
An der Kanzel sitzen zu beiden Seiten
- am Buch erkennbar - die Kronzeugen des Evangeliums Gottes: Petrus
mit dem Schlüssel, dem Zeichen der Vollmacht,
Sündenvergebung zu gewähren, sowie Paulus mit dem Schwert
als dem Zeichen des mächtigen Gotteswortes. Vor der Orgel
steht als Krönung des ganzen Altars der auferstandene Jesus
Christus mit der Siegesfahne in der Hand. Somit ist das Thema
des Altars die Osterverkündigung:
JESUS IST NICHT IM TOD GEBLIEBEN;
ER IST AUFERSTANDEN UND LEBT!
MIT IHM WERDEN ALLE LEBEN,
DIE SICH IHM ANVERTRAUEN.
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Die Orgel wurde verschiedentlich und zuletzt durch
die Firma Schmeißer umgebaut.
Der ursprüngliche Kern stammt aus der Werkstatt von Gotthilf
Bärmig und hat 14 klingende Stimmen.
In den Jahren 1992 bis 1997 konnten durch staatliche Förderungen,
Zuschüsse der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens und mit großem
Engagement unserer Gemeinde und der Besucher unserer Kirche umfangreiche
Außen- und Innen-renovierungen vorgenommen werden.
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So konnte dieses Kleinod erhalten werden, das der
Gemeinde und allen Gästen einen Ort der Anbetung, Stille und
Neuorientierung bietet.
Unser Gotteshaus will aber nicht nur als Baudenkmal bewundert werden,
sondern möchte auch ein Ort sein, für Ihre Zwiesprache
mit Gott.
Es lädt Sie darum zur stillen Andacht und zu den Gottesdiensten
jeden Sonntag um 10.00 Uhr ein.
Jedes Jahr findet am ersten Sonntag im September
die traditionelle Kirchweih
mit Festgottesdienst und Konzerten statt.
Ev.-Luth. Kirchgemeinde
Eibenstock-Carlsfeld
Schönheider Straße 11
08309 Eibenstock
Tel. 037752 / 3096
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