Trinkwassertalsperre




am Fuße der Gewichtsstaumauer

Die Talsperre Carlsfeld liegt im Freistaat Sachsen auf dem Kamm des Erzgebirges und ist die höchstgelenste Trinkwasser-talsperre Deutschlands. Sie wird auch als Talsperre "Weiterswiese" oder als "Wiltzsch-talsperre" bezeichnet. Sie dient der Trinkwasserversorgung des Raumes Schönheide, Eibenstock, Johanngeorgen-stadt sowie dem Hochwasserschutz.
Aufgrund ihrer Höhenlage wird das im Wasserwerk Carlsfeld (unmittelbar am Fuß der Staumauer) aufbereitete Wasser im freien Gefälle und damit kostengünstig in das Versorgungsgebiet geliefert.


Blick auf die begehbare Staumauer mit
mit dem Stauwärterdienstgebäude

Orts- u. Bestimmungsdaten:

Bundesland: Freistaat Sachsen
Landkreis: Aue-Schwarzenberg
Gestautes Gewässer: Wilzsch
Zweck: Trinkwasserbereitstellung, Hochwasserschutz
Sperrentyp: Gewichtsstaumauer aus Bruchsteinen mit gekrümmter Achse
Bauzeit: 1926-1929
Inbetriebnahme: 1930
Hauptinstandsetzung: 1997-2000
Wiederinbetriebnahme: 2000
Höhe Mauerkrone: 905,55 m NN
Betriebsstau: 903,50 mNN
Stauraum bei Vollstau: 3,50 Mio qm
Staufläche bei Vollstau: 46,70 ha
Mauerhöhe: 31,80m
Kronenlänge: 206,00 m
Hydrologische Angaben :

Aqualino- das Maskottchen
der Gemeinschaftsaktion :
"Klarheit ohne Wenn und Aber"

Einzugsgebiet: 5,47 km²
Jahreszuflußmenge: 4,73 Mio qm
Mittlerer Zufluß: 150 l/s
Mittlere jährliche Abgabe zur Trink-wasserversorgung: 3,36 Mio qm

 


Wasserwerk Carlsfeld - Haupteingang

Geschichte Wasserwerk:

Das Wasserwerk Carlsfeld wurde Anfang der 30er-Jahre gemeinsam mit der Trinkwassertalsperre zur Versorgung des Raumes Schönheide errichtet und in Betrieb genommen. Um dem, bedingt durch den Bergbau, besonders im Raum Johanngeorgenstadt sprunghaft gestiegenen Wasserbedarf gerecht zu werden, wurde das Wasserwerk in den 6Oer-Jahren deutlich erweitert.
Seit 1975 erhält auch die Stadt Eibenstock Wasser aus Carlsfeld. Heute werden rund 33.000 Einwohner der Regionen Rodewisch, Schönheide, Eibenstock und Johanngeorgenstadt mit Trinkwasser vom Wasserwerk Carlsfeld versorgt
Sanierung & Technologie:



Teil der Wasseraufbereitungsanlage

Zwischen 1997 und 2000 wurde das Wasserwerk grundlegend saniert und modernisiert.
Die heute zum Einsatz kommende Aufbereitungstechnologie ist speziell für das extrem weiche, huminsaure Talsperrenwasser im Erzgebirge und Vogtland entwickelt und wurde im Wasserwerksbetrieb bereits mehrfach erprobt.

Im Verlauf des Aufbereitungsprozesses wird das Wasser der Talsperre Carlsfeld durch Zugabe von Kalk und Kohlendioxid leicht aufgehärtet und unter Verwendung weiterer Zusatzstoffe in einer zweistufigen Filtration zu Trinkwasser aufbereitet. Dabei werden hauptsächlich organische Inhaltsstoffe sowie die Metalle Aluminium, Eisen und Mangan entfernt. Das bei der Rückspülung der Filter anfallende Abwasser wird umweltgerecht gereinigt und der entstehende Schlamm schadlos entsorgt.

 

Nützliches für den Haushalt:


pH-Wert:
8,0 bis 8,1

Wasserhärte in grad deutsche Härte: 5,2 bis 5,4

Wasserdruck in bar: 2 bis 6

Trübung: 0,06
weitere Informationen bei :
www.suedsachsenwasser.de