Sagenhafter Kranichsee

Versteckt im dunklen Fichtenhage,
auf einsam stiller Bergeshöh´,
umsponnen vom Geweb der Sage,
liegt wie ein Traum der Kranichsee.

Aussichtsturm im "Kl. Kranichsee"
bei Henneberg/Johanngeorgenstadt

... seine Lage:

Er liegt an der Grenze 3 km südlich von Carlsfeld und 920 m über der Ostsee. Sein Name hat schon viele getäuscht, man findet weder Kraniche, noch einen See. Das Wort ist wohl entstanden aus Granice d.h. Grenze. Ehemals kann ein grösseres Gewässer hier gewesen sein. Jetzt ist der Kranichsee ein riesiges Moorlager. Wanderer sollten ausschließlich den eigens dafür angelegten Naturpfad bei Henneberg/
Johanngeorgenstadt benutzen.
Er endet auf einem Aussichtsturm mit Blick auf das Naturschutzgebiet "Kleiner Kranichsee".

... Flora & Fauna:


... auf dem Auusichtsturm am Ende
des begehbaren Knüppeldammes

Der Hochwald schneidet haarscharf ab, vor sich sieht man ein grosses Gebiet mit vereinzelt oder in Gruppen stehenden,
niedrigen Sträuchern, Sumpf- o. Zwerg- kiefer, auch "Kiebucken" oder Knieholz genannt (verkrüppelte Kiefern und Zwergbirken) Blassgrüne Torfmoose bilden vorherrschend den schwammigen, schlammigen Boden.
Dazwischen stehen Sumpfheidelbeeren mit ihren grossen roten Früchten, auch Rausch- oder Trunkelbeeren genannt, weil ihr Genuss berauschend wirkt, ferner Moosbeeren, die Gränke, Krähenbeeren, Alpen-Brandlattich, Wollgras, Sumpf-gräser, Flechten u. a..


Moorkiefer

... das Torf:

Diese Pflanzen sterben ab und zersetzen sich - nicht in der Luft, sondern im Wasser. Auf ihnen enstehen neue Gewächse, die dem gleichen Vorgange unterworfen sind. So bildet sich infolge des Wasserreich-tums aus absterbenden Pflanzen, Stengeln, Wurzeln, Nadeln, Gehölz, Laub u. a. eine filzige Schicht nach der anderen. Man berechnet, dass
sie innerhalb 30 Jahren bis 1,5m mächtig werden. Torf nennt man diese Masse. Der an der Oberfläche liegende heisst Moos-, Sumpf- oder Wurzeltorf, er ist leicht, von
heller Farbe und entwickelt beim Brennen wenig Wärme.
Die unteren Schichten sehen dagepen braun, fast schwarz aus, sind schwerer und erzeugen im Feuer grosse Hitze;
sie bilden den braunen Moos- oder Klipptorf.

... das Wasser :

auf dem Knüppelpfad durchs Moor

Der weiche schwammige Boden enthält ungeheuere Wassermengen, so dass drei Bäche ihm entfliessen: die Wilzsch, die grosse Pyra und der Rohlaubach, die nie versiechen. Der schwammige Boden saugt begierig alle Feuchtigkeit ein und gibt sie nur langsam wieder ab. Oft erblickt man kleine, schmutzigfarbige, öde Pfützen, hie und da wohl auch einige grössere Tümpel. Der von ihnen bedeckte Boden ist weich und lässt eine Stange
leicht und tief in sich einsinken.

 


Wollgras

... Lebewesen:

... Sagen & Märchen:

... ein Natur-Erlebnis für Groß & Klein

Die Sage hat sich dieser unheimlichen Stätte bemächtigt. Hier soll einst eine Stadt gestanden haben, deren Bewohner so gottlos waren, dass Gott zur Strafe die Stadt versinken liess. Dies soll an einem
dritten Pfingstfeiertage geschehen sein. Seitdem will man alljährlich an diesem Tage zu einer bestimmten Stunde die
unterirdischen Glocken der versunkenen Stadt läuten hören.