Carl Friedrich Zimmermann


ehem. Haus und Betrieb Zimmermann´s

1847 begann Carl Friedrich Zimmermann in Carlsfeld mit der Produktion von Harmonikas.

Schon einige Jahre vorher produzierte er in Kleinstaufträgen diese Instrumente im elterlichen Wohnhaus.

1864 verkaufte er den Betrieb an seinen ehem. Werksmeister Ernst-Louis Amold.

Zimmermann wanderte nach Amerika aus.
 

ehem. Werksgebäude Ernst Luis Arnold
Arnold´s  Söhne
1864 verließen die ersten Instrumente unter dem Handelsnamen" ELA" das Dorf.

Seine Söhne Hermann, Paul und Alfred arbeiteten im väterlichen Betrieb mit.

Gegen 1905 Bau eines neuen Werkes am Schulberg.

1910 verstarb der Vater E. L. Arnold,
der älteste Sohn Hermann übernahm den väterlichen Betrieb.
 
Bandonion- u. Konzertinafabrik Carlsfeld

das Markenzeichen "Doppel-A"

1911 gründeten die Brüder Alfred und Paul eine eigene Firma "Alfred Amold Bandonion- und Konzertinafabrik Carlsfeld"

Seit dieser Zeit stieg die Nachfrage an Carlsfelder Bandonion´s ständig an.

Durch eine neue Fabrikanlage konnte die Produktion gesteigert und die Qualität verbessert werden.

Große Erfolge der Fa. Alfred Amold stellten sich ein, Absatzgebiete waren Deutschland und bis zu 90% der Produktion ging nach Südamerika.

 

Bandoniobauer u. -spieler Alfred Arnold
das Instrument des einfachen Mannes

Der 1. Weltkrieg unterbrach die steigende Produktion.

1920 gab es viele Bandonionvereine in Deutschland.
Das Bandonion wurde zum Instrument des einfachen Mannes.

Es war ziemlich leicht zu erlernen, da keine Notenkenntnisse erforderlich waren.
Gespielt wurde nach Zahlenreihen, einem sogenannten Waschleinensystem.

1933 verstarb Alfred Arnold.

Geschäftsführer wurden sein Sohn Horst und Neffe Arno.

 
... das Ende des Bandonions

ehem. Fabrikgebäude in Carlsfeld
Der Aufstieg der Firma ging in diesen Jahren weiter. Gelegentlich besuchten deutsche aber auch ausländische Solisten und Kapellen den Betrieb.
Genannt seien u.a. Walter Pörschmann, Jüan Slossas, Eduard Bianco.

Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde die Bandonionproduktion unter erschwerten Bedingungen aufrechterhalten.

Die Firma Alfred Arnold wurde jedoch 1948 enteignet.
 
... zur Homepage der "Arno Arnold GmbH"    1949, nach der Enteignung, fasst Herr
    Arno Arnold, seit 1933 alleiniger Geschäfts-
    führer der Musikinstrumentenfabrik
    Alfred Arnold, neuen Mut und beginnt mit
    der Bandonionproduktion in Obertshausen
    (Rhein-Main-Gebiet).
    1971 nimmt man Abschied vom Bandonion
und konzentriert sich mehr und mehr auf die Entwicklung und Produktion von Faltenbälgen, die als flexibler Schutz im Maschinen- und Anlagenbau Anwendung finden.
Heute wie damals genießen Produkte aus dem Hause Arnold internationalen Ruf.
 


Bandonionspieler u. -lehrer Dieter Seidel,
einer der letzten "Alten Spieler"


Robert Wallschläger, ein junger Carlsfelder belebt die Tradition
... zu Zeiten der DDR

1948 verließen Amo und Horst Amold Carlsfeld und gründeten in Obertshausen eine neue Firma, die sich mit der Herstellung von Bandonions und Gleitbahnschützern beschäftigte.

Durch die Teilung Deutschlands entstanden im Osten neue gesellschaft-liche Verhältnisse.

Der Betrieb von Alfred Arnold wurde 1950 verstaatlicht und 1952 mit dem Klingen-thaler Harmonikawerk zusammen-geschlossen.

1959 wurde der Betrieb von E.-L. Arnold dem Klingenthaler Harmonikawerk angeschlossen.

Durch Absatzschwierigkeiten in der Musikindustrie wurde 1964 der Zweigbetrieb in Carlsfeld geschlossen.

In den leerstehenden Räumen der Bandonionfabrik wurden nun Pumpenelemente für Dieselmotoren hergestellt.

So kam es zur Einführung eines völlig anderen Industriezweiges in Carlsfeld.
Aus Stimmern, Töne- und Bälgemachem wurden Dreher Schleifer und Schlosser.

 

..nach der Wende


erstes Bandonionkonzert 1993 Carlsfeld

Das Bandonion "Doppel A" wurde jedoch nicht vergessen, 1993 organisierte der Fremdenverkehrsverein mit dem Chemnitzer Bandonionorchester ein
erstes Bandoniontreffen.

Es fand im Oktober 1993 im Saal der Gaststätte "Grüner Baum" statt.
Für Musikfreunde und Organisatoren war es eine sehr erfolgreiche Veranstaltung.

Der wachsende Zuspruch ließ in den Folgejahren weitere Bandoniontreffen durchführen.

Die Besucherzahlen und das öffentliche Interesse stiegen von Jahr zu Jahr.
Das Carlsfelder Bandoniontreffen erreichte einen besonderen Stellenwert bei Musikveranstaltungen der Region.
 

Bandonionverein Carlsfeld

Im Mai 2001 wurde der Bandonionverein Carlsfeld e.V. gegründet.
Sein Ziel ist die Förderung der Bandonion-musik und seiner Mitglieder, die Aufarbeitung der Carlsfelder Konzertina- und Bondoniongeschichte.

Orchester und Musikfreunde können sich unter Tel. 037752-2000 Tourist-Info Carlsfeld über künftige Veranstaltungen informieren.